Der Zauberer "The Great Lafayette"

Sigmund Neubergers wurde am 24. Februar 1872 in München geboren. Zu Beginn seiner Arbeit als Zauberer trat er unter den Namen Lafayette als unbekannter Verwandlungskünstler auf. Dann kopierte er die Zaubershow von Ching Ling Foo, mit der er erfolgreich wurde.

1901 feierte er in den USA Premiere mit seiner neuen Nummer "Die Löwenbraut", bei der sich ein echter Löwe in einem Käfig in Lafayette verwandelte, wenn die Assistentin, die ein Brautkleid trug, den Käfig auf der Bühne betrat.
Damit war er nun einer der berühmtesten und schillernsten Zauberer und seine Gagen beliefen sich auf bis zu 4000 Dollar die Woche.

Er besaß einen eigenen Eisenbahnwagen, in dem sich sogar ein eigenes Abteil mit Sofa und Badewanne für seinen Hund Beauty befand. Diesen Hund, den er 1899 von Houdini geschenkt bekommen hatte, liebte er über alles.
Am 9. Mai 1911, während eines Engagements im Edinburgher Empire Theaters, entfachte eine der orientalischen Lampen kurz nach der "Löwenbraut-Nummer ein Brand auf der Bühne.
Dieser löste eine solche Panik im Publikum aus, dass bei der Flucht der 3000 Zuschauer, elf Menschen dabei ums Leben kamen. Auch Lafayette starb. Angeblich sollte er schon draußen gewesen und dann noch einmal ins Theater gegangen sein, um sein Pferd und die Hunde zu retten und der aus dem Käfig befreite Löwe sollte ihm den Rückweg ins Freie versperrt haben. Man fand zunächst nur eine Leiche, die das Schwert, welches Lafayette in der "Löwenbraut" benutzte bei sich trug.
Das Fehlen der Diamantringe Lafayettes deuteten aber daraufhin, dass es sich um sein Double handelte.
Eine zweite Leiche, die man im Keller des Theaters entdeckte, trug seine markanten Ringe.

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